Triumph Vitesse zu verkaufen

Smurfy
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Triumph Vitesse zu verkaufen

Beitragvon Smurfy » 2. Sep 2019, 15:21

Ich habe mich auf diesem Forum angemeldet, weil ich ein neues Zuhause für meine Triumph Vitesse suche, die ich in verständige Hände abgeben will. Die sollen all das mit ihr machen können und möchten, was ich bisher nicht konnte und in Zukunft nicht mehr mag.
vitpic b.jpg
Zunächst das Wesentliche. Es handelt sich um eine Vitesse Mk II Convertible, aber das ist nur das, was man auf den ersten Blick sieht. Wenn man genauer hinschaut, entdeckt man die Fahrgestellnummer eines Mk I Saloon mit Overdrive für den britischen Markt auf dem Bulkhead. Man sieht auch, dass unter dem Lack in Triumph white an einigen Kanten andere Farbtöne auftauchen, so war eine Tür bestimmt früher valencia und der größte Teil des Hinterwagens war damson. Das offizielle Erstzulassungsdatum ist Mai 1968, und da gab es eigentlich noch keine Vitesse Mk II. Das weiß natürlich eigentlich keiner und der TÜV wusste es auch nicht, aber hier könnte es einer wissen, und deshalb sage ich es direkt dazu.

Die Erklärung: ein kundiger britischer Schrauber hat irgendwann (um 1995) aus drei bis vier nicht so guten Autos ein besseres gemacht, und hat sich bei der Mühe natürlich gleich die auf dem Markt am besten bewertete Variante als Endprodukt ausgesucht, und das ist die Vitesse Mk II Convertible. Er hat es sich nicht unnötig leicht gemacht, denn der Scuttle wurde dabei verzinkt (!). Aber schwäbische Gründlichkeit kann man ihm auch nicht unbedingt vorwerfen, denn dazu hätte er ein paar Dellen entfernen müssen, und eben auch die anderen Karosserieteile komplett entlacken und schön machen. Aber es ist nun einmal eine Vitesse und kein Alvis. Auf zehn Schritt Entfernung und im Abendlicht sieht sie umwerfend genug aus, und für eine Engländerin ihres Alters ist sie geradezu rostfrei. Und von unten – und darauf kommt es an, wie der Kenner weiß – ist es eine Vitesse Mk II mit der verbesserten Hinterachse.
Ich habe die Vitesse im Januar 2005 in England bei einem Händler quasi per Telefon gekauft und mitten im Winter auf eigener Achse nach Deutschland überführt – alles so, wie man es im Buch nie machen sollte, und alles ging gut. Sie lief – wie praktisch immer seitdem – fast völlig problemlos, und selbst die etwa 30 Jahre alten Reifen hielten auf der Fahrt noch viel länger die Luft an als der mit Oldtimern noch etwas unerfahrene Fahrer, dessen Aufregung sich legte und tiefem Vertrauen in die prinzipielle Zuverlässigkeit der Lady Platz machte.
vitpic c.jpg
Im Frühjahr/Sommer 2005 tauschte ich auf Scheinwerfer für den Rechtsverkehr, zog neue Vredestein-Oldtimerreifen auf die Felgen auf, die ich vorher sandstrahlen ließ und mit Brantho-Korrux lackierte, und ließ ein H-Kennzeichen erstellen. Kurz darauf brauchte der Wagen das erste und bisher einzige Mal die Aufmerksamkeit eines Triumph-Spezialisten, denn eine Vibration um 100 km/h, die ich auf Standplatten der Reifen zurückgeführt hatte, war tatsächlich vom Verlust des Auswuchtgewichtes der Kurbelwelle verursacht worden. Sie hatte die Dichtung des Hinterachsgetriebes mürbe geschlagen, das ich abdichten und die Kurbelwelle auswuchten ließ. Seitdem macht der Wagen für einen alten Engländer sehr wenig Ölflecken, auch wenn man für die HU-Plakette einen Baurat braucht, der ein Herz für Inkontinente hat: einige Stellen sehen immer etwas feucht aus, und dass die Gute fast nie „ihr Revier markiert“, glaubt einem ja keiner.
vitpic a.jpg
Eine weitere Aufgabe für Fachleute war das Auskochen und Abdichten des Kühlers. Den nächsten Eingriff in das Kühlsystem unternahm ich selbst: Der Plastik-Lüfter auf der Kurbelwelle, der bei jedem Wetter mit Motordrehzahl läuft, hatte ohnehin ein Blatt eingebüßt, und machte einem passenden thermostatgesteuerten elektrischen Kenlowe-Lüfter Platz, der extra für die Vitesse in „saugender“ Ausführung hinter dem Kühler eingebaut werden kann. Jetzt wurde der Motor bei kaltem Wetter einigermaßen schnell warm und blieb im Sommer auch im Stau kühl genug. (Die zusätzlichen PS am Hinterrad sind für mich akademisch; ich rase nicht, ich cruise.)

In den ersten Jahren fuhr ich meine Vitesse so oft ich Zeit hatte, solange es nur trocken und die Straßen frei von Streusalzresten waren. Dabei wurde in der dunklen Jahreszeit schnell die Batterie leer – ich wohne in der Großstadt, und da hieß es auf der abendlichen Runde: volle Beleuchtung bei vielen Ampelstopps und niedrigen Drehzahlen! Dem originalen Generator wäre also der Kenlowe nicht zuzumuten gewesen, deshalb kam gleichzeitig eine japanische Drehstromlichtmaschine unter die Haube.
Weitere Verbesserungen betrafen den Einbau neuer Automatikgurte vorn, und weil ich drei Kinder habe, die damals schmal genug für die Rückbank waren, beging ich auch ein kleines Sakrileg: ich baute für die Rückbank drei Beckengurte ein. Wie das, wo es doch keine geprüften Gurtverankerungspunkte gibt?
vitpic f.jpg
Nun, ich bohrte ein paar passende Löcher in das Blech unter der Rückbank, lackierte die offenen Blechquerschnitte mit Rostschutz und schraubte mit den breitesten Unterlegscheiben, die ich finden konnte, und reichlich Karosseriedichtmasse dazwischen, die Gurte am Boden fest. Fast immer liegen die Gurte seitdem versteckt unter dem Rücksitzpolster und sind nicht zu sehen.
vitpic d.jpg
Während fast ihrer ganzen Zeit in meiner Obhut war die Vitesse im perfekten Zustand für ein Hobby-Auto: wenn man einfach nur fahren wollte, fuhr sie fast immer auf Anhieb; wenn man Lust hatte zu schrauben, fand sich immer etwas, was man tun konnte. So kaufte ich einen neuen Drehzahlmesser, weil der alte mit der Nadel winkte, als hätte er einen Bekannten auf der Straße entdeckt. Ein Kabel am Overdrive-Relais ging ab und gab mir Gelegenheit, mich im Freiluft-Löten zu üben (ein kleiner Kabelbrand in den Leitungen zu den Scheinwerfern hatte mich bereits mit dem Löten vertraut gemacht, aber wer weiß, wo das Overdrive-Relais sitzt, kann sich vorstellen, dass es auf dem Bürgersteig mit Verlängerungskabel durchs Kellerfenster nochmal etwa spannender ist als an der Werkbank).

Auf Ebay fand ich ein besseres Lenkrad (was anderes als das originale Werkslenkrad mit dem dünnen Lederkranz und den Drahtspeichen kam mir nicht ins Haus!). Ein Adapter für das Kurbelgehäuse erlaubt jetzt die Verwendung moderner Ölfilterpatronen, was positiv für die Lebensdauer des Motors sein soll. Da der Vorbesitzer fiese schwarze Wischerarme montiert hatte, weil sie billiger waren, kaufte ich die teureren verchromten, sie stehen dem Auto einfach so viel besser.
vitpic e.jpg
Damals hatte ich mehr Geld als Zeit und kaufte deshalb zum Beispiel ein neues Verdeck, das immer noch des Einbaus harrt. Es ist natürlich die plebejische originalgetreue Ausführung aus PVC, nicht irgendetwas, das so tut, als wäre der Wagen ein zu heiß gewaschener Chinese-Eyes-Bentley. Ich kaufte sogar einen kompletten neuen Kabelbaum, in der Erwartung, dessen vollständigen Ersatz im Rahmen einer größeren kosmetischen Auffrischung vorzunehmen. Ich kaufte neue „Trunnions“, diese vorsintflutlichen Achsschenkellager, denn die sind irgendwann fällig (aber eben noch nicht gemacht). Ich kaufte eine Vorratspackung Champion-Zündkerzen, denn der Wagen läuft immer ein wenig zu fett und irgendwann schraubte ich die alten Kerzen heraus, und man sah es ihnen an. Ich habe nicht nachgezählt, aber wer das Auto genauso viel fährt wie ich, kriegt geschätzt für die nächsten fünfzig Jahre genug Zündkerzen dazu.

Denn all das lege ich natürlich dazu, wenn sich ein Kavalier findet, der meine Vitesse zum nächsten Tanz auffordern will. Und nicht nur das: ich habe auch fast alles aufbewahrt, was ich mal von ihr abgeschraubt habe, wenn ich etwas neues dranschraubte. Dazu gibt es auch noch das eine oder andere an Literatur.

Meine persönlichen Umstände haben sich in den letzten Jahren so verändert, dass ich die Hoffnung aufgebe, mit dem Auto das zu tun, was ich mir einmal vorgenommen habe. Der letzte TÜV lief vor drei Jahren ab, nachdem ich zuvor stets pünktlich verlängert hatte und mindestens 1.000 km im Jahr fuhr; seitdem habe ich den Wagen kaum noch bewegt. Gründe: ein neuer Job zwang mich zum Pendeln und gewöhnte mir den Spaß am Autofahren ab, meine alte Garage wurde gekündigt, die neue ist zu weit weg und mittlerweile zu teuer. Lebte ich auf dem Land in einem Haus mit Scheune, ich würde den Wagen behalten. Aber so ist es ein Irrsinn.

Ich werde in den nächsten Wochen wahrscheinlich noch einen Versuch unternehmen, den Wagen durch die HU zu bringen. Dafür muss ich noch ein paar elektrische Sachen in Ordnung bringen, denn nach 14 Jahren in meiner Hand stellen sich trotz ausschließlich trockener Lagerung in dunklen Garagen langsam doch ein paar Masseprobleme ein (meine Hypothese aufgrund von ein paar gemeinsam auftretenden Zicken), und leuchten, blinken und hupen sollte das Auto schon auf der Prüfstelle.

Wer immer sie kauft, wird sich eine ganze Weile damit begnügen können, damit so weiterzumachen wie ich – aber er sollte Zeit haben, es öfter zu tun, und eine Garage am Haus. Oder er hat Lust, sich eine Vitesse nach seinem Gusto aufzubauen, und sucht dafür eine Basis, die zwar gute Substanz hat, aber keinen lupenreinen Stammbaum, um den es schade wäre. Auch ich habe mit dem Gedanken gespielt, den Wagen mal irgendwann in saffron yellow oder in Valencia neu zu lackieren und dann eine passende neue Innenausstattung in schwarz oder in beige einzubauen. Es gibt alles dafür im gutsortierten Teilehandel, aber das weiß hier mit Sicherheit jeder.

Bei Interesse melden, und ja, es gibt Fotos. UPDATE: ein paar Fotos habe ich eingebaut und gebe offen zu, dass sie ein wenig älter sind. Aber kosmetisch hat sich in dieser Zeit wirklich wenig getan, nur ist das Auto halt im Moment zwar zugelassen, aber nicht geTÜVt und deshalb habe ich keine aktuellen Beauty-Shots. Meinen guten Vorsätzen folgend, werde ich die alte Dame demnächst häufiger besuchen, und da ergibt es sich vielleicht.
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Zuletzt geändert von Smurfy am 2. Sep 2019, 16:25, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Triumph Vitesse zu verkaufen

Beitragvon xsivelife » 2. Sep 2019, 16:24

Wollte hier gerade nach den Bildern fragen ... und schwupps waren sie da. Bilder von "untenrum" und vom Motorraum sowie eine VHB-Preisvorstellung wäre jetzt noch opportun, dann kann man ja evtl. darüber nachdenken :-vh
Viele Grüsse aus dem Schwobaländle,
Mike

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Re: Triumph Vitesse zu verkaufen

Beitragvon Smurfy » 2. Sep 2019, 20:24

Meine VHB wären 6.000 Euro mit frischem TÜV oder 5.500 so wie sie ist (dann würde ich aber dazu raten, sie mit dem Hänger oder Transporter zu holen). Ich werde in den nächsten Tagen mal versuchen aufzulisten, was alles im Preis mit drin ist, und entsprechende Fotos machen.

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Re: Triumph Vitesse zu verkaufen

Beitragvon jr1500 » 3. Sep 2019, 21:20

Sehr schön geschrieben.

Eigentlich sollte man die Kiste alleine wegen des Verkaufstextes erwerben.

Bin ja kein Vitesse-Fachmann aber finde den Preis auch ziemlich fair.

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Re: Triumph Vitesse zu verkaufen

Beitragvon 14Vorbesitzer » 4. Sep 2019, 09:44

jr1500 hat geschrieben:
3. Sep 2019, 21:20
...Sehr schön geschrieben.

Eigentlich sollte man die Kiste alleine wegen des Verkaufstextes erwerben...
Dem schliesse ich mich unbedingt an :top: --- Übrigens: Über-Eloquenz ist heilbar :geeni: ...
Den Wagen für den Preis mit TÜV wirst Du sicher los!
(Gut dass ich schon genug Baustellen habe...)

LG
Volker
"The Triumph Spitfire Mk. 4. A car that echoes your go-ahead personality ; that is not only fun to drive, great to be seen in, and so good to look at, but immensely practical and reliable." BL Publ. No. T. 1039/1.74

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Re: Triumph Vitesse zu verkaufen

Beitragvon Smurfy » 14. Sep 2019, 21:01

So, heute hatte ich Zeit, endlich mal wieder bei der Vitesse vorbei zu fahren, nach dem rechten zu sehen und ein paar aktuelle Fotos zu machen.

Diese Fotos sollen in erster Linie den ersten Interessenten die Macken zeigen. Vorab deshalb die halbgute Nachricht: weil ich einen Freund dabei hatte, der das Auto noch nicht in natura kannte, habe ich den Wagen auch angelassen. Vergaser mit Handhebel an der Spritpumpe gefüllt, Kupplung durchgetreten, und beim zweiten Anlassversuch sprang der Motor sofort an und lief auf Anhieb rund, als hätte er gerade eine Runde gedreht. Mein Freund war auch von dem schönen runden Sound auf Anhieb sehr angetan.


Problem nur: der Sprit lief aus dem vorderen der beiden Strombergs im dünnen Strahl unten heraus. Ich vermute mal, eine Dichtung hat dem modernen Sprit auf nicht ganz standgehalten, oder war einfach altersschwach. Also eine neue Baustelle! Deshalb einstweilen keine Tonaufnahmen, dafür der Motorraum in seiner ganzen Pracht mitsamt der Waxoyl-Schicht unter der Haube, die von passionierten Vitesse-Schraubern auch gerne anstelle von Haarwachs oder Brillantine benutzt wird.
underbonnet.jpg
underbonnet carb side.jpg
Auf der linken Motorseite gut zu sehen die Wechselstromlichtmaschine und der Kenlowe-Ventilator mit seinem verstellbaren Thermostat neben dem Kühler.
underbonnet electrics side.jpg
Dafür musste ich nur den neuen Abblend-Lichthupen-Hebelschalter einbauen, und die Scheinwerfer brannten sofort wieder mit Abblendlicht. Beweisfoto:
frontlight.jpg
Weil wir das Waxoyl gerade erwähnten, hier ein paar blind aus der Hand geschossene Handyfotos vom Unterboden. Überall ist das Waxoyl zu sehen, mit dem der Wagen gründlich eingesprüht wurde. An wenigen Stellen gibt es darunter alten Kantenrost, der sich aber seit 15 Jahren nicht verändert hat - der Wagen steht seitdem immer trocken und hat nur ein einziges Mal einen Schauer abgekriegt - das war bei Schloss Dyck. Bis er wieder zu Hause war, war alles wieder trocken.
frame.jpg
floorpan ext.jpg
Der "Restaurator" des Wagens hat manche Sachen recht lässig gemacht und andere dafür fast übertrieben. Das lässt sich an den verzinkten Teilen des "Filetstücks" sehen, denn auf Zink gescheit zu lackieren war seine Sache nicht, wie allgemein die Lackiervorbereitung etwas durchwachsen war. An manchen Stellen sieht der Lack aus, wie ihn auch Coventry nicht besser konnte, an anderen platzt er ab, oder hat an den Kanten Macken. Auch hier kann ich aber guten Gewissens versichern, dass die sich seit 15 Jahren nicht groß verändert haben. Selbst an den Holzteilen sind die paar kleinen und langen Risse und die Abplatzer nicht mehr oder größer geworden.

Ansichtssache, ob es einen stört, wie auch die kleinen Dellen, die hier und da auftauchen, etwa in den originalen "Rostyle"-Radkappen oder auf dem linken Kotflügel.

Nur um zu beweisen, dass der Wagen auch ein Verdeck und Seitenscheiben hat, habe ich ihn auch mal zugemacht. Das Verdeck sieht wirklich scheiße aus, es ist alt, dreckig und geschrumpft und das Heckfenster reißt sich los davon. Aber ein neues gibt es im Originalkarton dazu, und ich habe sogar ein Tonneau-Cover (!). Die passenden Halterungen sind am Auto montiert, das Tonneau ist aber etwa so alt wie das Verdeck und will mit Kraft und Geduld gespannt werden. Viel schlimmer aber: gegen Regen taugt es gar nichts, das ergab jener Schauer bei Schloss Dyck.
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Re: Triumph Vitesse zu verkaufen

Beitragvon Smurfy » 14. Sep 2019, 21:05

Hier die Fotos von den verzinkten Stellen, die ihren Lack abwerfen. Ich kämpfe gerade mit dem Editor und kriege die Fotos nicht dahin, wo ich sie haben will, aber das Leben ist zu kurz für sowas, deshalb einfach getrennte Post.
schwellerzink.jpg
schwellerzink 2.jpg
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Re: Triumph Vitesse zu verkaufen

Beitragvon Smurfy » 14. Sep 2019, 21:10

Und hier ein paar Fotos von allgemein etwas strubbeligen Stellen der Dame, wie etwa die Cellulitis im linken Frontkotflügel, die kleinen Muttermale im Gesicht im Knick der Augenbrauen und die diversen Fehlpigmentierungen an Beifahrertüre (dort ist auch am Holz der Lack etwas ab, wie man von Frauen um 50 unscharmant zu sagen pflegt).
dimples.jpg
rostyles.jpg
lh door closeup.jpg
lfwing.jpg
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Re: Triumph Vitesse zu verkaufen

Beitragvon Smurfy » 14. Sep 2019, 21:11

bonnet scar.jpg
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Re: Triumph Vitesse zu verkaufen

Beitragvon Smurfy » 14. Sep 2019, 21:14

Und hier noch die angekündigten "Undercover-Missionen"....
hoodclosed.jpg
hoodclosed lhs.jpg
...und die Antiquitäten im Innenraum.
drivers door close.jpg
dash closeup rh.jpg
dash closeup lh.jpg
interior.jpg
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Re: Triumph Vitesse zu verkaufen

Beitragvon Mangouman » 15. Sep 2019, 10:42

Gemessen an Text und Bilder verlangst du zu wenig. :wink:
Selten wurde ein Fahrzeug detaillierter angepriesen.
Da kann man sich schon fast die Probefahrt sparen...

Also der zukünftige Besitzer kann nicht behaupten, die Katze im Sack gekauft zu haben. :mrgreen:

Ich drücke die Daumen. :top:
<> Königlich Bayerisch <>

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Re: Triumph Vitesse zu verkaufen

Beitragvon Smurfy » 15. Sep 2019, 12:31

Mangouman hat geschrieben:
15. Sep 2019, 10:42
Gemessen an Text und Bilder verlangst du zu wenig. :wink:
Selten wurde ein Fahrzeug detaillierter angepriesen.
Da kann man sich schon fast die Probefahrt sparen...

Also der zukünftige Besitzer kann nicht behaupten, die Katze im Sack gekauft zu haben. :mrgreen:

Ich drücke die Daumen. :top:
Vielen Dank! Nun ja, ich habe schon vor Jahren auf der Techno Classica eine bedeutend schlechtere Vitesse mit dem 1,6 Liter und den berühmten 21° Sturzänderung von eingefedert bis ausgefedert bei Dorscheid für das doppelte Geld gesehen, und ich sehe natürlich auch die Anzeigen mit Fantasiepreisen, die gelegentlich auf mobile.de auftauchen. Aber da bleiben sie natürlich auch stehen, bis sich ein Dummer findet. Und für solche Geduldsspiele fehlt mir das Haus mit Scheune.

Kurz, mein Auto ist "priced to sell", und deshalb bin ich hierhergekommen, wo ich auf Kenner hoffe, denen - so wie Dir - die Schuppen von den Augen fallen. Wer Platz hat und hat das Geld locker, soll befreit zuschlagen. First come, first served!

Einstweilen aber erst mal ein paar O-Ringe für die Strombergs bestellen, damit die nicht doch mal beim Zielpinkeln den Krümmer treffen. Außer, es kommt bald einer von Euch mit dem Hänger vorbei und nimmt mein Ohne-TÜV-Angebot an!

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Re: Triumph Vitesse zu verkaufen

Beitragvon Smurfy » 6. Okt 2019, 12:06

Kurzer Zwischenstand: Die Vergaser verlieren keinen Sprit mehr, ohne dass ich groß etwas daran gemacht hätte, außer den Wagen noch zweimal anzulassen, um die undichte Stelle zu finden. Plötzlich war erst der vordere Vergaser nicht mehr undicht, dafür tröpfelte es kurz aus dem hinteren, und nachdem ich den Luftfilter abgeschraubt hatte, waren auf einmal beide wieder dicht.

Weil ich nicht an magische Selbstheilungskräfte glaube, obwohl das Eigenleben unserer Autos so etwas manchmal nahelegt, habe ich ein wenig recherchiert. Ich denke, dass während der Standzeit der Sprit um die Schwimmernadel herum ein wenig eingedickt war und deshalb bei den ersten Anlassversuchen die Nadel den Kraftstoffzufluss nicht vollständig stoppte, so dass die Schwimmerkammer überlief. Nach ein-zweimal "durchspülen" haben sich dann die gelierten Spritklumpen wieder aufgelöst, und jetzt funktioniert wieder alles wie gedacht.

Versuche an der Beleuchtung bestätigen den Verdacht, dass die elektrischen Zipperlein des Autos Masseprobleme sind. Für die nötigen Fleißarbeiten mit Schmirgelpapier fehlte mir in den letzten Wochen wegen konkurrierender Aktivitäten etwas die Zeit, aber das wird schon noch.

Bis demnächst in diesem Theater. Wer Interesse an der Vitesse hat, meldet sich am besten ab und zu, denn ich bin drauf und dran, den Wagen auf mobile.de einzustellen, und ihn nötigenfalls auch an Banausen zu verkaufen, wenn die echten Fans hier gerade lieber mit ihren Sparschweinen schmusen!

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Re: Triumph Vitesse zu verkaufen

Beitragvon xsivelife » 7. Okt 2019, 07:36

Ich glaube nicht, dass hier irgendjemand mit seinem Sparschwein schmust ... Platz und Zeit ist bei Vielen das eigentliche Problem :(
Viele Grüsse aus dem Schwobaländle,
Mike

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Re: Triumph Vitesse zu verkaufen

Beitragvon jr1500 » 7. Okt 2019, 09:14

Ich würde ihn auf jeden Fall in mobile und Co. inserieren, eventuell auch in der Oldtimer Markt.

Denke das die Vitesse / Herald Fans hier eh fast alle einen haben und der Rest eh eher auf Spitfire / GT6 steht oder schon zu viele Kisten rumstehen hat.

Bei dem Preislevel könnte es auch erfolgreich sein mit dem Wagen, wenn er wieder TÜV hat, auf das ein oder andere Oldtimertreffen zu fahren und ein Verkaufsschild rein zu hängen. Könnte so manch einen zum Spontankauf animieren und möglicherweise wandelt der sich dann vom Banausen zum Liebhaber. :happywink: